Entwicklung der Nutzer, Zielgruppen, Mitarbeiter und Mitglieder

 

Kommunen, Institutionen und Unternehmen sind auf belastbare Daten für ihre Entwicklungsplanung angewiesen. Faustzahlen oder Erfahrungswerten stellen Zusammenhänge her, die häufig nicht einmal existieren, etwa wenn von geplanten Wohneinheiten direkt auf Kindergartenplätze geschlossen wird. Bei den gängigen Prognosen wird die jüngste oberflächlich betrachtete Entwicklung willkürlich in die ferne Zukunft projiziert. Tatsächlich haben wir es mit dynamischen und komplexen Systemen zu tun, deren Entwicklung wir mit jedem Vorhaben bzw. jeder Maßnahme verändern und somit auch steuern können.

Die Entwicklung der potentiellen Nutzer der verschiedenen Gemeinbedarfseinrichtungen (Kitas, Schulen, Sportstätten, Spielplätze, Friedhöfe usw.) oder Infrastruktureinrichtungen (Wohnungen, Straßen, Wasser- und Energieversorgung, Betriebsstätten, Geschäfte und Dienstleistungen) resultiert aus komplexen und dynamischen hoch differenzierten Bevölkerungsbewegungen. Diese wiederum werden durch die politischen Ziele, der daraus abgeleiteten Maßnahmen und Entscheidungen auf Gemeindeebene erheblich beeinflusst und könnten somit auch gesteuert werden. Dazu bedarf es aber umfangreicher und detaillierter Kenntnisse. So sind die Wanderungen u.a. das Ergebnis der unterschiedlichen Ausstattung und Lage der Standorte, der unterschiedlichen Standortpräferenzen der verschiedenen, wandernden Bevölkerungsgruppen und der unterschiedlichen Wahrnehmungen, Strategien und Handlungsweisen der Städte und Gemeinden und den u.a. daraus folgenden unterschiedlichsten Verhältnissen und Entwicklungsdynamiken von Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungs- und Grundstücksmarkt. Hinzu kommen die ausbildungsbedingten Wanderungen, Bevölkerungsbewegungen infolge speziellen Wohneinrichtungen usw.. Infolge dieser räumlichen Bevölkerungsbewegungen verändern sich auch die natürlichen Bevölkerungsbewegungen im Gebiet, insbesondere die Geburtenhäufigkeit. Das alles wirkt aufeinander und verändert sich im Laufe der Zeit hochdynamisch. Je kleinräumiger desto größer sind die Variationen und Unterschiede. Hier ist eine umfassende Analyse erforderlich, um zu verstehen was da vor Ort abläuft, wo die Eingriffsmöglichkeiten sind und wie sie wirken. Wohl noch entscheidender ist, dass etwa der Kinderbetreuungsbedarf nur ein Teil der Stadt- und Gemeindeentwicklung ist und zudem nicht sinnvoll ausgegliedert werden kann. Was nützt es, wenn es dann bei der Kinderbetreuung passt, aber nicht bei den Schulen. Hinzu kommt die Erwerbstätigkeit (wer soll/will was wann leisten). Die Pflege der älteren Familienangehörigen ist eng mit der Kinderbetreuung verbunden. Selbst die Feuerwehr und die Vereine sind ein untrennbarer Teil des Erwachsenenwerdens in einem Ort usw.. Aufgabe ist es daher u.a. die Siedlungsentwicklung mit der Gemeinbedarfsentwicklung abzustimmen, um letztendlich zu einer strategisch operativen Stadt- bzw. Gemeindeentwicklung unter optimaler Ausnutzung der Ressourcen zu kommen, insbesondere vor dem Hintergrund des sehr stark anwachsenden Nachfrage (Wohnraum, Bauland, Kinderbetreuung, Schulangebot) in einigen Regionen. Hier stehen viele Städte und Gemeinden vor einer großen Herausforderung. Die Landkreise können hier unterstützen, die Interessen der Gemeinden nach außen vertreten und koordinieren. Das allein wäre schon eine große Aufgabe. Allerdings kommt erheblich erschwerend hinzu, dass von der Lehrmeinung und der Landesplanung und Raumordnung gefordert wird, die Siedlungsentwicklung auf den Kernort (bzw. den zentralen Ort oder die Entwicklungsachsen) zu konzentrieren, da man glaubt dass dort die erforderliche Infrastruktur vorhanden ist. Infolgedessen werden u.a. die Kinderbetreuungseinrichtungen und die Grundschulen am Kernort immer häufiger überlastet, während gleichzeitig diese Einrichtungen in den Randlagen kaum ausgelastet sind oder sogar geschlossen werden müssen. Hinzu kommen noch vermeidbare Bedarfsspitzen, ausgelöst durch die rasche Realisierung großer Baugebiete. Sie resultieren häufig aus der zeitunabhängigen Kontingentierung von Bauland oder der Fehleinschätzung der tatsächlichen Nachfrage infolge der erheblich mangelhaften Bedarfsprognosen. Höchste Zeit sich vorbehaltlos der komplexen Realität zu stellen und den Prozess aktiv und erfolgreich zu steuern.

 

Weiter zu den Themen und Leistungen:

 

 

 

Kinderbetreuungsbedarf

Hier erfolgt zunächst eine kleinräumige Analyse der aktuellen Bevölkerungsentwicklung und der Kinderbetreuung in Bezug auf das Leistungsangebot und deren tatsächlichen Nutzung in der Kommune. Ergänzend werden vor Ort Erörterungsgespräche (bzw. offene Interviews) durchgeführt. Neben der Lageeinschätzung im Bereich der Kinderbetreuung werden auch die Entwicklungsperspektiven der Kommune erörtert und möglichst realistisch eingeschätzt. Darauf aufbauend erfolgt dann eine Folgenabschätzung für die Bevölkerungsentwicklung (mittels Computersimulation) und dem hoch differenziert dargestellten Kinderbetreuungsbedarf. Hier finden dynamische, voneinander abhängige Veränderungen in Raum, Zeit, Art und Höhe mit jeweils unterschiedlichen Elastizitäten und Einflussmöglichkeiten statt. Das erfordert eine systemwissenschaftliche Analyse und Darstellung. Ziel ist es, die Herausforderungen und die politischen Handlungsoptionen herauszuarbeiten sowie deren Wirkung (Reichweite) darzustellen. Diese Analyse wird dann zu pointierten Kernaussagen verdichtet.

Kinderbetreuungsbedarf

In den nächsten Jahren werden die Enkelkinder der Babyboomgeneration geboren. Hinzu kommen großräumige Wanderungen in den zurückliegenden Jahren (bei weitem nicht nur Flüchtlinge). Zusammen mit den ansteigenden Betreuungsquoten ist ein Anstieg um bis zu 50% gegenüber dem Tiefstand vor einigen Jahren nicht ungewöhnlich. Nicht nur angesicht der zu erwartenden zunehmenden Kinderbetreuungsnachfrage sind Eigenpotentiale zu identifizieren und zu nutzen. Dazu dient u.a. auch die kleinräumige bzw. sozialräumige Analyse. Weitere bearbeitete Themen sind die Schnittstelle Kindergarten–Schule, der Personalbedarf und sind die Folgen einer zunehmenden Segregation auf den Kinderbetreuungsbedarf. Grundsätzlich werden immer die alternativen Handlungsmöglichkeiten und deren Folgen dargestellt. Diese werden für die Entscheidungsfindung möglichst wertfrei aufbereitet. Ggf. werden dann auch Maßnahmenempfehlungen getroffen, die häufig zeitnah umgesetzt werden sollten. Bei einem akuten Handlungsbedarf erfolgt dies noch während der Bearbeitung des Gutachtens.

Gutachten Beispiele:

Ermittlung des potentiellen Krippenbedarfes im Landkreis Hameln-Pyrmont bis zum Jahr 2020 - Folgenabschätzung TAG
Gutachten im Auftrag des Sozialdezernat des Landkreises Hameln-Pyrmont, 2005

Bevölkerungsentwicklung und die daraus resultierende Nachfrage sowie mögliche Angebote im Bereich Kinderbetreuung in der Stadt Bad Bramstedt von 2006 bis 2020
Gutachten im Auftrag der Stadt Bad Bramstedt, 2007

sowie alle Kramer-Gutachten zur Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung

 

 

 

Schulentwicklung

In sehr vielen Schulentwicklungsplänen u.ä. wird von Geburten vergangener Jahre auf zukünftige Schüler geschlossen. Zunächst ist festzuhalten, dass eine Geburt ein Vorgang ist und Vorgänge nun mal nicht zur Schule gehen. Die Autoren meinen damit, die damals nach der Geburt an diesem Ort wohnenden Kinder. Beispielsweise wird dann unterstellt, dass diese Kinder sechs Jahren später an genau diesem Ort eingeschult werden. Zu- und Fortzüge werden also gar nicht berücksichtigt. Bis zur Einschulung gibt es aber zahlreiche Umzugsanlässe, die dann auch tatsächlich stattfinden. D.h., es ist grundsätzlich nicht möglich von „Geburten“ auf Schüler zu schließen. Gelegentlich gibt es Aufschläge, wenn Neubaugebiete entstehen. Da gebären dann geplante Wohneinheiten Kinder. Um die Zahl der Geborenen zu bestimmen, die zu dem Zeitpunkt der Aussagen noch nicht Geborene wurden, wird die vorliegende Zahl der Geborenen der zurückliegenden Jahren linear fortgeschrieben. Das ist eine willkürliche Annahme, die u.a. die dynamische und eher zyklische verlaufende Bevölkerungsentwicklung völlig ignoriert. Häufig werden die Bevölkerungsprognosen der statistischen Landesämter oder der Bertelsmannstiftung für die weitere Entwicklung adaptiert (man ist dann auf der „guten Seite“). Diese erheblich mangelhaften Prognosen basieren auf der willkürlichen Fortschreibung der oberflächlich betrachteten jüngsten Vergangenheit in die ferne Zukunft. Nach beliebigen Verteilungsschlüsseln werden diese Geborenen dann auf die Stadt- oder Ortsteile bzw. Einzugsbereiche der Schulen verteilt. Das alles hat mit der Realität rein gar nichts zu tun. Da viele dieser Annahmen völlig willkürlich sind, kann das Ergebnis generiert werden, was ggf. zuvor mit dem Auftraggeber abstimmt wurde.

Bei unseren Gutachten erfolgt zunächst eine umfassende Analyse und Bestandsaufnahme der Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung sowie des Schulangebotes in der Kommune und in ihrem näheren Umfeld. Neben der Lageeinschätzung im Bereich der Schulen werden auch die Entwicklungsperspektiven der Kommune erörtert und möglichst realistisch eingeschätzt. Darauf aufbauend erfolgt dann eine Folgenabschätzung für die Bevölkerungsentwicklung (mittels Computersimulation) und der hoch differenziert dargestellten Schulentwicklung. Hier finden dynamische, voneinander abhängige Veränderungen in Raum, Zeit, Art und Höhe mit jeweils unterschiedlichen Elastizitäten und Einflussmöglichkeiten statt. Ziel ist es, die Herausforderungen und nach Möglichkeit alle politischen Handlungsoptionen herauszuarbeiten sowie deren Wirkung (Reichweite) darzustellen. Diese Analyse wird dann zu pointierten Kernaussagen verdichtet. Weitere bearbeitete Themen sind die Schnittstelle Kindergarten–Schule, der Personalbedarf und sind die Folgen einer zunehmenden Segregation auf die Schulentwicklung. Dabei ist stets zu beachten, dass die Wohnraum- und die Siedlungsentwicklung mit der Gemeinbedarfsentwicklung abgestimmt werden muss, dazu gehört auch die Schulentwicklung. Grundsätzlich werden immer die alternativen Handlungsmöglichkeiten und deren Folgen dargestellt. Diese werden für die Entscheidungsfindung möglichst wertfrei aufbereitet. Ggf. werden dann auch Maßnahmenempfehlungen getroffen, die häufig zeitnah umgesetzt werden sollten. Bei einem akuten Handlungsbedarf erfolgt dies noch während der Bearbeitung des Gutachtens.

Primarstufe Sekundarstufe

Gutachten Beispiele:

Grundlagen zur Schulentwicklung der Stadt Delmenhorst von 2008 bis 2025
Gutachten im Auftrag der Stadt Delmenhorst, 2009

Bevölkerungsentwicklung und Gemeinbedarfsentwicklung des Flecken Eime bis zum Jahr 2030 mit der besonderen Zielsetzung des Erhalts des schulischen Angebotes am Ort
Gutachten im Auftrag des Flecken Eime (Samtgemeinde Leinebergland)
2016 (277 Seiten + Anhang) Kurzzusammenfassung Eime 2030 herunterladen

sowie alle Kramer-Gutachten zur Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung

Schulentwicklung der Stadt Bad Bramstedt bis zum Jahr 2035 (im Schulverband Bad Bramstedt)
Gutachten im Auftrag der Stadt Bad Bramstedt
2018 (80 Seiten + Anhang)

 

 

 

Spielplatzbedarfsplanung

Gutachten Beispiele:
alle Kramer-Gutachten zur Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung

 

 

 

Altenpflege

Die Zahl der potentiell Pflegebedürftigen wird auf Grundlage der Altersstruktur der Leistungsempfänger und der kleinräumigen, demographischen Entwicklung ermittelt. Der Anteil tatsächlich Pflegebedürftiger ist darüber hinaus stark von der örtlichen Familienstruktur, den Leistungsanbietern und den gesetzlichen, insbesondere finanziellen Regelungen abhängig. Ebenso wird der Personalbedarf für das hier ermittelte Potential an zu Pflegenden abgeschätzt. In der Regel steht nicht genügend Personal zur Verfügung, wenn dieser Bedarf ausschließlich durch professionelles Personal gedeckt werden müsste. Durch eine weiter zunehmende Professionalisierung werden zudem die Eigenhilfepotentiale geschwächt. Jede Professionalisierung ist geprägt von einer inhärenten Eigenlogik und von dem Kontext in dem sie entsteht. Voraussetzung für eine Pflege und Betreuung durch Angehörige bzw. Freunde ist eine alltagsgerechte räumliche Nähe. Dazu muss zwingend der nachwachsenden Generation eine Entwicklungsperspektive in den Stadtquartieren, Dörfern und Ortslagen eingeräumt werden. Daher wird hier ausdrücklich auch auf der Kontext zur Wohnraum- und Siedlungsentwicklung hergestellt.

Gutachten Beispiele:
alle Kramer-Gutachten zur Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung. Das Thema "junge Alte" und Senioren wird hierbei sehr umfassend und detailliert abgearbeitet.

 

 

 

Friedhofs(flächen)bedarf - Friedhofsbedarfsplanung

In Deutschland besteht ein Anspruch, auf dem Friedhof seiner Stadt oder Gemeinde beigesetzt zu werden. Um diese Aufgabe auch zukünftig erfüllen zu können, halten viele Städte und Gemeinden Friedhofserweiterungsflächen vor. Bei der Ermittlung kommen noch immer nicht verifizierbare und generalisierende Faustzahlen zur Anwendung mit äußerst fragwürdigem Ursprung. U.a. gibt Müller in seinem Standardwerk „Städtebau“ eine Quote von 1,4% Bestattungen je Einwohner an, ohne diese Behauptung zu begründen oder gar herzuleiten. Noch spezieller wird es, wenn von Einwohnern direkt auf Friedhofsfläche geschlossen wird: „... daß man tatsächlich mit großer Sicherheit annehmen kann, daß 3,8 m² Friedhofsfläche je Kopf der Bevölkerung in einer 20000er Stadt zutreffend sind“. Diese Zitat stammt aus Gottfried Feder „Die neue Stadt“ aus dem Jahr 1939. Feder ist ein Nationalsozialist. Diese normativ setzende Vorgehensweise hat in Stadt- und Gemeinbearfsentwicklung noch immer bestand und findet sich u.a. in vielen Erläuterungen der Flächennutzungspläne. Infolgedessen gibt es fast gar keinen Zusammenhang zwischen dem so prognostizierten und dem tatsächlichen Bedarf. Tatsächlich bestehen hier weitaus komplexere Zusammenhänge und sie unterliegen dem gesellschaftlichen Willensbildungsprozess.

Hier wird geprüft, ob die Friedhoferweiterungsflächen tatsächlich im erwarteten Umfang erforderlich werden. Die Berechnung erfolgte in Anwendung des eigenen und langjährig erprobten Computersimulationsprogramms, das die Bevölkerungs- und Wohnungsbestandsentwicklung kleinräumig und in kleinen Zeitschritten strukturgültig nachbildet. Um die Zahl der potentiellen Bestattungen ermitteln zu können, wird die aktuelle Praxis erhoben. Außerdem werden die aktuellen Tendenzen und die weiteren Veränderungen in der Bestattungskultur beschrieben und eingearbeitet. Ergänzend erfolgen Erläuterungen sowie Hinweise zu den erforderlichen bzw. sinnvollen Maßnahmen.

Gutachten Beispiele:

Friedhofsbedarfsentwicklung Gemeinde Saterland
Gutachten im Auftrag der Gemeinde Saterland, 2017

sowie alle Kramer-Gutachten zur Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung

 

 

 

Infrastruktur, Unternehmen, Dienstleister, NGOs

Das vorliegende komplexe und strukturgültige Simulationsmodell sowie die systemwissenschaftliche Vorgehensweise ermöglicht auch die Entwicklung von Nutzern, Zielgruppen, Mitarbeitern und Mitgliedern zu erfassen. Sie bildet dann die belastbare Grundlage für eine qualifizierte Personalplanung, erfolgreiche Marketingstrategie und Produktentwicklung.

Personalplanung

Die demographische Entwicklung der Mitarbeiter eines Unternehmens oder einer Institution unterscheidet sich nicht grundlegend von der einer Stadt oder Gemeinde. Auch hier führt erst die Systemanalyse und die Computersimulation der Belegschaft bzw. der Mitarbeitet zu belastbaren Erkenntnissen für die Personalplanung.

Nachfrageentwicklung und Absatzmärkte

In der „Absatzwirtschaft“ oder im „Marketing“ wird häufig affektiert auf den demographischen Wandel verwiesen. Der ist allerdings nur politisches Konzept. Um hier die Nachfrageentwicklung und die Absatzmärkte objektiver bzw. operativer einschätzen zu können, kann auch die demographische Entwicklung der Zielgruppen mit dem Simulationsmodell berechnet werden. Diese quantitativen Ergebnisse sind dann noch in den Kontext der allgemeinen gesellschaftlichen Veränderungen zu stellen, jenseits des strukturkonservativen Konzeptes des „demografischen Wandels“.

Verkehrsplanung und technische Infrastruktur wie Trinkwasserversorgung, Abwasser, Energieversorgung usw.

In der gesamten Verkehrs- und Infrastrukturplanung wird die Bevölkerung in den Ziel- und Quellgebieten als statisch gegeben betrachtet. Tatsächlich verändert sich die Anzahl und das Verhalten der Einwohner in einem Gebiet im Laufe der Jahre allein schon durch den Alterungsprozess der Bewohner oder durch Zu- und Fortzüge erheblich. Diese Veränderungen sind i.d.R. weitaus größer als die willkürlichen linearen Projektionen von Verkehrsaufkommen, des „Modal Split“ usw.. Verkehrsentwicklungskonzepte ohne Beachtung der demographischen Entwicklung in den Ziel- und Quellgebieten sind erheblich mangelhaft und letztlich ohne Aussagewert. Das trifft (noch) auf alle Verkehrsentwicklungskonzepte und Verkehrsprognosen in Deutschland zu.

Bei der technischen Infrastruktur kommen noch immer Faustzahlen zum Einsatz. Da wird dann z.b. von geplanten Wohneinheiten auf die Größe der erforderlichen Abwasserpumpe geschlussfolgert. Auch hier bleibt die demographische Veränderung im Quellgebiet unbeachtet. Weit überwiegend werden bei der Bedarfsplanung der technischen Infrastruktur die Veränderungen im Laufe der Zeit gar nicht berücksichtigt. Es sind rein statische Betrachtungen und damit ohne Bezug zur Realität. Auch hier führt erst die Systemanalyse und die Computersimulation zu belastbaren Ergebnissen und zu einem wirtschaftlich besseren Ergebnis.

Mitgliederentwicklung der Kirchen, Vereine und Verbände

Kirchen, Vereine, Verbände usw. „begründen“ ihre Mitgliederentwicklung gerne mit dem „demographischen Wandel“. Tatsächlich sind die Ursachen komplexer und der demographische Einfluss ganz anders als diese oberflächlichen Erklärungsversuche unterstellen. Auch die demographische Entwicklung der Mitglieder der Kirchen, Vereine und Verbände unterscheidet sich nicht grundsätzlich von der einer Stadt oder Gemeinde. Hier führt erst die Systemanalyse und die Computersimulation der Mitgliederentwicklung zu belastbaren Erkenntnissen.

 

 

 

Fachbeiträge Aufsätze:

Kritik der amtlichen Bevölkerungsvorausberechnungen (der statistischen Landesämter usw.)
herunterladen (etwa 100 kB)

Kritik der Bevölkerungsprognosen der Bertelsmannstiftung u.ä.
herunterladen (etwa 100 kB)

Die Durchführungsverordnung zur Schulentwicklung in Niedersachsen (DV-SEP)
Sie wird häufig auch für die Ermittlung des Kinderbetreuungsbedarfes bzw. Kindergartenbedarfsplanung adaptiert. Im Text wird nachgewiesen, dass die prognostizierten Schülerzahlen nach VO-SEP erheblich mangelhaft sind.
herunterladen (etwa 150 kB)

Schulschließung ! ?
Einige Erläuterungen zur Aussagekraft von Schülerprognosen, über die Enkelkinder der Babyboomer und warum einige Kommunen demnächst ihre Kinder nicht mehr beschulen können.
herunterladen (etwa 100 kB)

Spielplätze. Freiräume für Kinder per Gesetz ?
Wenn sich eine gute Absicht ins Gegenteil verkehrt. Den viel beachteten Essay zum Thema Spielplatz herunterladen. (pdf etwa 100 kB). Dieser Text wurde in den letzten 10 Jahren über 2.000 mal heruntergeladen und war die Vorlage unzähliger Anträge, "Drucksachen", Hausarbeiten und sogar Promotionen.

 

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