Gutachten zur kleinräumigen Bevölkerungs-, Siedlungs- und Gemeinbedarfsentwicklung
"Kramer-Gutachten"

Reicht das vorhandene Kinderbetreuungsangebot und Schulangebot aus? Brauchen wir ggf. eine neue Einrichtung? Wie groß muss sie sein? Oder müssen gar Einrichtungen geschlossen werden? Brauchen wird noch Bauland? Wann, wo, was und wofür? Und was ist mit den Spielplätzen, Sportstätten, Pflegeeinrichtungen, Friedhöfen?

Hier und bei vielen ähnlichen Fragen und Aufgaben der kommunalen Entwicklung greifen Faustzahlen oder Erfahrungswerte viel zu kurz. Bei diesen Hilfskonstruktionen werden häufig Zusammenhänge hergestellt, die gar nicht existieren, etwa wenn von geplanten Wohnungen direkt auf Kindergartenplätze geschlossen wird. Bei den gängigen Bevölkerungs- oder Bedarfsprognosen wird die jüngste oberflächlich betrachtete Entwicklung willkürlich in die ferne Zukunft projiziert. Das übliche „räumliche Herunterbrechen“ dieser Prognosen potenziert dann diese Mängel. Auch aus dieser Komplexreduktion lassen sich natürlich keine belastbaren Aussagen zur Daseinsvorsorge einschließlich des Kinderbetreuungsbedarfes und der Schulentwicklung ableiten. Tatsächlich haben wir es mit einem komplexen System zu tun, deren Entwicklung wir mit jedem Vorhaben bzw. jeder Maßnahme verändern und damit auch steuern können.

Bei komplexen, dynamischen Systemen ist eine Einschätzung der möglichen Entwicklungen mit Hilfe eines verhaltenserklärenden, strukturgültigen und Computer gestützten Simulationsmodells möglich. Die Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung wird zudem durch politische Entscheidungen und Maßnahmen beeinflusst und kann damit auch gesteuert werden. Das Entwicklungspotenzial und der Handlungsspielraum sind in der Regel weitaus größer als u.a. in den „Empfehlungen zum demographischen Wandel“ unterstellt wird. Zur Bestimmung der tatsächlichen Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung werden verschiedene Szenarien erarbeitet. Mit Hilfe der Computersimulation der Bevölkerungs- und Wohnungsbestandsentwicklung werden dann die resultierenden Folgen u.a. für den Gemeinbedarf ermittelt.

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Zunächst werden in einer umfassenden Systemanalyse die realen, komplexen und dynamisch ablaufenden Prozesse erfasst und die Ausgangslage der zu untersuchenden Kommune beschrieben. Es wird auch gezielt den Ursachen der bisherigen demographischen Entwicklung nachgegangen, etwa der Entwicklung der Geburtenhäufigkeit oder den Wanderungsbewegungen der verschiedenen Gruppen mit anderen Gebieten. Damit werden auch die individuellen Problemlagen, Handlungs- und Steuerungsmöglichkeiten ersichtlich.

Unter Berücksichtigung der Entwicklungsziele und Perspektiven der Kommune werden hierauf aufbauend verschiedene Szenarien einer möglichen, realistischen Entwicklung der Kommune formuliert. Sie umschreiben gleichzeitig die wesentlichen Handlungsoptionen der Kommune. Zur Bestimmung der daraus resultierenden Bevölkerungsentwicklung erfolgt dann die Computersimulation. Die ablaufenden Prozesse werden mit einem eigenen Computersimulationsprogramm nachgebildet. Simuliert wird die Bevölkerungsentwicklung und die Wohnungsbautätigkeit einer Kommune kleinräumig und in kleinen Zeitschritten für einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren. Die Gültigkeit der Modellannahmen werden anhand der bisherigen Entwicklung für jede Kommune erneut verifiziert. Ggf. wird das Programm dann angepasst oder erweitert.

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Darauf aufbauend kann dann eine belastbare Folgenabschätzung durchgeführt werden. Der aktuelle und zukünftige Bedarf an Krippen und Kindergärten, Schulen, Spielplätze, Sportstätten, der technischer Infrastruktur bis hin zur Friedhofsfläche wird nach Art und Umfang für die nachfolgenden Jahre bestimmt. Es wird geklärt, ob der Neubau oder die Erweiterung einer Einrichtung erforderlich wird, ob nur eine vorübergehende Bedarfsspitze abzufangen ist, Einrichtungen zusammengelegt, ganz oder teilweise geschlossen werden können. Basierend auf dieser Informationsgrundlage werden ggf. Möglichkeiten zur Abstimmung der Baulandausweisung mit dem Gemeinbedarfsangebot aufgezeigt. Basierend auf dieser Informationsgrundlage werden Handlungsstrategien und Maßnahmen zur effizienteren Auslastung der vorhandenen oder geplanten Einrichtungen aufgezeigt. Häufig werden dadurch schon während der Bearbeitung Einsparpotenziale realisiert. Dabei wird stets geklärt, welche derzeitigen und zukünftigen Rahmenbedingungen vorliegen. Grundsätzlich werden alle politischen Handlungsmöglichkeiten und die daraus resultierenden Konsequenzen möglichst wertneutral aufgezeigt.

 

Erläuterungen zur angewandten Methode der Modellbildung und Computersimulation.

 

Referenzliste erstellter "Kramer-Gutachten" zur Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung mit einigen Kurzusammenfassungen.

 

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